Dienstag, 10. September 2002Ketchup und MayonnaiseWie es sich für eine ordentliche Metropole gehört, ist Quitos Nachtleben ziemlich vielfältig. Mich irritiert ein bisschen, dass es kaum "normale" Kneipen gibt, die bis tief in die Nacht geöffnet haben. Entweder Restaurants/Cafés, die um 21 oder 22 Uhr schließen oder eben Bars/Discos, in denen es kaum Tische gibt und die Musik viel zu laut zum Unterhalten ist (was manchmal auch nicht schlecht ist, dann muss ich mich nicht mit dem Spanisch rumquälen). Aber nichtsdestotrotz kann man sich sehr gut amüsieren. Die größte Dichte (nämlich mehr oder weniger vier komplette Straßen) gibt es in gringolandia, u.a. die sehr angesagte No Bar. Hier lässt sich auch eine besondere Form von Rassismus beobachten: als potenziell reicher gringo läuft man im Gegensatz zu den Einheimischen nirgendwo Gefahr, am Türsteher zu scheitern. Abseits der von Ausländern ausgetretenen Pfade kann ich das Oz/Macks tief im Süden Quitos empfehlen, eine Riesendisco mit vier Tanzflächen (mit Musik von Salsa bis Techno) und Platz für wahrscheinlich ebenso viele tausend Menschen. Leider ist die Rückfahrt in den Norden nachts ein bisschen schwierig, der Taxifahrer hat uns zu dritt glatt $8 abgeknöpft. Wider Erwarten ist auch Karaoke ein Riesenhit in Ecuador (mir scheint, die ganze Welt fährt darauf ab, nur die Deutschen trauen sich nicht zu singen). Ist wie immer ein Heidenspaß und die Karaokebars in Quito haben eine erstaunlich große Auswahl auch an englischen Liedern. Auch abgesehen davon, dass Shakira Spanisch singt, ist die Musik sehr viel eigenständiger und nicht so auf den Englisch sprechenden Teil der Welt fixiert wie in Deutschland. Der Großteil der Hits kommt aus Spanien, Kolumbien und Argentinien. Momentan am angesagtesten sind:
Hört mal rein, es lohnt sich! 18:06 |
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