Mittwoch, 23. Oktober 2002Kartoffeln mit LederDas Essen in Ecuador war für mich wesentlich weniger ungewohnt als erwartet, da es dem europäischen/deutschen gar nicht so unähnlich ist. Zu jeder Mahlzeit gehört eine Suppe, Reis als Grundnahrungsmittel (weil billiger als Kartoffeln, hat mir ein Taxifahrer erklärt), dazu Gemüse oder Salat und Geflügel oder Schweinefleisch. Gewürzt wird eher sparsam, Salatsoße muss auch nicht unbedingt sein. Daneben gibt es natürlich auch die eine oder andere lokale Spezialität. Selbst probieren durfte(?) ich Papas con cuero (wörtlich: Kartoffeln mit Leder, sprich: Schweinehaut), was ich aber nicht weiterempfehlen kann. Schmeckt ungefähr so, wie man es sich auch mit echtem Leder vorstellen würde. Weitere Spezialitäten sind cuy (Meerschweinchen; kann leicht mit Ratte verwechselt werden, deswegen immer genau aufpassen, was man aufgetischt bekommt!) und Lama. Wer darauf keinen Appetit hat, findet in Quito natürlich alle möglichen Küchen: McDonald's & Co. genauso wie sehr viele chinesische Restaurants (lecker!), auch italienisch, selbst deutsch, japanisch und einen sehr empfehlenswerten Mongolen(!). Absolutes Highlight sind Früchte. Bananen, Ananas, Orangen und andere tropische Gewächse gibt's im überfluss und verdammt günstig. Außerdem auch einige Früchte, die es (noch?) nicht auf den europäischen Markt geschafft haben. Probiert unbedingt mal Ganarías. Die haben eine sehr harte Schale und das Fruchtfleisch sieht ein bisschen nach Passionsfrucht aus, schmeckt aber viel süßer. 22:30 |
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