Flächenland

Flächenland. Ein mehrdimensionaler Roman

von Edwin A. Abbott (Link zum Buch bei amazon.de)

Original: Flatland. A Romance of Many Dimensions (1884) (Link zum Buch bei amazon.de)

Ich nenne unsere Welt Flächenland – nicht weil wir sie so nennen, sondern um euch, meinen glücklichen Lesern, die ihr das Privileg genießt, im Raume zu leben, ihre Natur besser erklären zu können.

Stellt euch ein weitausgedehntes Blatt Papier vor, auf dem sich gerade Linien, Dreiecke, Quadrate, Fünfecke, Sechsecke und andere Figuren, anstatt an einem festen Ort zu bleiben, frei hin und her bewegen, jedoch ohne das Vermögen, sich darüber hinaus zu erheben oder darunter zu sinken, etwa wie Schatten -– nur scharf umrissen und mit leuchtenden Kanten -– und ihr werdet eine ziemlich exakte Vorstellung von meinem Land und meinen Landsleuten haben. Ach! Vor einigen Jahren hätte ich noch gesagt: von meinem Universum, doch nun ist mein Denken einer höheren Schau geöffnet.

In einem solchen Land ist es (wie ihr sofort erkennen werdet) unmöglich, daß irgend etwas der Art existieren könnte, was ihr einen "festen Körper" nennt; aber wahrscheinlich nehmt ihr zunächst an, daß wir zumindest durch ihren Anblick die Dreiecke, Quadrate und anderen Figuren unterscheiden können, wie sie sich, so wie oben beschrieben, umherbewegen. Im Gegenteil –- nichts davon können wir sehen, wenigstens nicht so, daß wir eine Figur von der anderen unterscheiden könnten. Nichts war für uns sichtbar oder konnte auch nur sichtbar sein, außer Geraden.

Mit diesen Worten beginnt Flächenland. Ein Quadrat beschreibt seine zweidimensionale Welt und deren Bewohner und entdeckt schließlich die Existenz anderer Dimensionen, die Schwierigkeit, den Bewohnern von Linienland sein Flächenland zu erklären und seine eigene Unfähigkeit, die Existenz des dreidimensionalen Raumes zu begreifen, die es erst erfasst, als es von einer Kugel nach "Raumland" mitgenommen wird.

Dieser Klassiker der Science-Fiction-Literatur (von 1884!) öffnet heute immer noch die Augen. Nach der Lektüre ertappt man sich unweigerlich bei der Vorstellung, wie wohl der vierdimensionale Raum aussehen kann, in dem ein vierdimensionaler "Würfel" mit 16 Eckpunkten von 8 Würfeln begrenzt sein muss, ganz so wie ein dreidimensionaler Würfel durch 6 Quadrate begrenzt ist. Eine klare Empfehlung!

Edit

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Bisherige Anmerkungen

estorelirg am 8. Juni 2005 14:42:

ich finde dieses buch sehr "komisch"! man sagt ja, dass diese buch etwas mit einstein zu tun hat, doch ich finde nichts dergleichen!
wer weiss mehr darüber oder kann es mir erklären?
merci
lg


sibyl vane am 6. Juni 2006 23:05:

geil...ich will das buch haben!


lisa am 3. Juli 2007 16:55:

es ist mein lieblingbuch-mit abstand!!!


SpiegleinSpieglein am 28. Februar 2008 18:46:

@estorelirg ...

jeder mensch kommt im laufe seines lebens zwangsläufig an den punkt, wo er merkt, daß er überwiegend von vollidioten umgeben ist. wenn nicht, dann aus einem ganz bestimmten grund ...


Tanja am 18. Januar 2009 20:41:

Ein Lehrer hat uns in der 5. Klasse daraus vorgelesen und die Geschichte hat mich fasziniert. Im Laufe der Zeit vergaß ich das Buch, doch durch Zufall bin ich wieder darauf gestoßen und zwar als es im Religionsunterricht in der 13.Klasse um das Thema "Gehts nicht-gibts nicht" ging. Das Buch eignet sich wunderbar für den Unterricht!

Viele Grüße