Full Moon Party
Jeden Monat pilgert die ganze Backpacker-Gemeinde der Umgebung nach Ko Pha-Ngan zur inzwischen ziemlich legendären Full Moon Party am Hat Rin Beach. Bis zu 10 000 Partypeople sollen es zur Hochsaison sein, die sich in Hat Rin einquartieren oder ganz einfach für die Nacht im Partyshuttle von Ko Samui, Ko Tao oder dem Festland herüberschippern.Hat Rin ist ein langweiliger Ort, an dem so gut wie nichts an Thailand erinnert (außer die Preise). Nur Guesthouses, Videospielhöllen, Restaurants, wo abends raubkopierte Hollywoodstreifen laufen. Ab und zu sieht man mal einen ganz interessanten Imbiss- oder Souvenirstand, das war's dann aber auch.
Freiheit auf zwei Rädern
Feuerjongleur am Strand
Auch sonst hat mich Ko Pha-Ngan nicht wirklich begeistert. Sicher, schöne Strände und Buchten gibt's viele, aber ich hab so gut wie nichts entdeckt, was es nicht auch anderswo zu sehen gibt. Mein persönliches Highlight: genervt vom dauernden (Moto-)Taxifahren (ÖPNV gibt's in den kleineren Orten praktisch nicht) hab ich mir kurzerhand ein billiges Moped geliehen und mir das Fahren beigebracht. Nach einem Führerschein fragt niemand und so schwer kann das doch eigentlich nicht sein, dachte ich mir. Hätte mich anfangs zwar zweimal fast langgelegt, aber nach ein, zwei Stunden klappte es schon ziemlich gut.
Endlose Mobilität für schlappe $4 am Tag, das ist echt ein Schnäppchen! Und die neu erlernten Fähigkeiten haben mir die Reise in der Folge noch oft erleichtert und gut zwei Wochen später hab ich mich schon in den Verkehr von Phnom Penh gestürzt, ein Riesenspaß!
Sang Som Buckets
Je näher die Full Moon Party rückt, desto stärker füllt sich Hat Rin. Die meisten reisen zwei oder drei Tage vorher an, um überhaupt noch ein Bett zu ergattern. Pünktlich zum Vollmond erstrahlt der kilometerlange Strand in unzähligen Farben, ein echt schönes Schauspiel. Zum Warmwerden kauft sich der Raver von Welt ein paar Fläschchen Samg-Som-Whisky, der hier praktischerweise gleich im Bundle mit dem passenden Eimerchen für 150 Baht feilgeboten wird. Fazit: ein schönes Schauspiel, aber nicht mein Fall.
September 2003

