Cotopaxi

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Sonntag, 15. September 2002

Cotopaxi

Für die Leute in Ecuador ist er so etwas wie eine Legende. Zweithöchster Berg des Landes und mit seiner fast perfekten Kegelform auch einer der schönsten der Welt. Entgegen der verbreiteten Meinung ist der Cotopaxi mit seinen 5.897 m seit einigen Jahren jedoch nur noch der zweithöchste aktive Vulkan der Erde. Er beherrscht die Landschaft südlich von Quito und übertrifft seinen größeren Nachbarn Chimborazo an Beliebt- und Berühmtheit bei weitem.

Gleichzeitig ist er der am meisten bestiegene Berg der Anden. Man darf zwar nicht erwarten, den Aufstieg für sich alleine zu haben, dafür gibt es aber auch zig Tourveranstalter, die einem die Besteigung bis zur Schutzhütte (4.800 m) oder bis ganz nach oben vergleichsweise einfach machen.

Die Steine stammen vom letzten großen Ausbruch Dieser Riesenbrocken liegt über 20 km vom Vulkan entfernt Ab und zu mussten wir auf andere Verkehrsteilnehmer warten Kahle, aber schöne Landschaft am Fuß des Berges

Schon die Fahrt zum Gipfel hatte Interessantes zu bieten

Ein wolkenfreier Blick blieb uns trotz sonnigem Wetter leider verwehrt Trotzdem wirkte der Cotopaxi auch von weitem enorm imposant Bis ganz rauf zum Gipfel ist es auch von der Hütte noch ein ganz schönes Stück Zum Parkplatz auf 4.500 m konnten sogar Busse fahren, so vergleichsweise gut war die Straße

Bis auf 4.500 m kann man mit dem Geländewagen fahren

Schon in 30 km Entfernung vom Cotopaxi (Luftlinie) fahren wir durch eine unwirkliche Landschaft. Überall verstreut liegen Hunderte kleiner und größerer Felsbrocken herum, die beim letzten großen Ausbruch vor 125 Jahren durch die Luft geflogen sind. Der dickste Brocken ist so groß wie ein Lastwagen. Weiter geht die Fahrt hinein in den Parque Nacional Cotopaxi bis hinauf zum Parkplatz auf etwa 4.500 m. von der Schutzhütte trennt uns noch eine einstündige Wanderung durch die kalte und dünne Luft. Die nächtliche Besteigung des Gipfels plane ich für einen zweiten Besuch übermorgen, für heute ist das Ziel erreicht. Die Schutzhütte liegt am Fuß eines Gletschers, sodass wir mit vorsichtigen Schritten ein bisschen Kletteratmosphähre schnuppern können. Weiter als etwa 100 m kann man ohne Ausrüstung jedoch nicht gehen.

Aussicht ins Tal Endlos viele Touristen quäen sich die 300 Höhenmeter vom Parkplatz hinauf Aussicht ins Tal Die Schutzhütte ist sehr modern und komfortabel Dort oben in den Wolken ist der Gipfel Ganz bis nach oben sehen konnten wir leider nicht Von der Hütte kann man zum Gletscher laufen Selma und Jan aus Holland

Trotz der vielen Wolken hatte man eine wunderschöne Aussicht

Um diese Jahreszeit ist der Gipfel sehr oft wolkenverhangen, so auch heute. Ein freier Blick nach oben und auf die benachbarten Vulkane bleibt uns deswegen meistens verwehrt. Schon der Blick nach unten entschädigt jedoch für vieles und auch das Zusammenspiel von Wolken, Sonne und dem glitzernden Eis hat seinen Reiz.

Der Gletscher geht auch in etwa herunter bis 4.800 m Gletscher Die Bergsteiger üben für den morgigen Aufstieg Faszinierende Eisgebilde

Auf dem Gletscher konnten wir ohne Ausrüstung nicht weiter gehen als ein paar Meter

Empfehlenswertes Reisebüro in Latacunga für die Gipfelbesteigung: Selvanieve Tours, Belisario Quevedo y Guayaquil. Kostenpunkt für die zweitägige Tour: $115 inkl. Verpflegung und der kompletten Ausrüstung (haben auch Schuhe bis Größe 48, die sind sonst schwer zu finden).
Gute Unterkunft in Latacunga: Hotel Estambul, Belisario Quevedo y Padre Salcedo. $6 fürs Einzelzimmer mit allgemeinem, aber sehr sauberem Bad in einem wunderschönen alten Haus mit Innenhof, Dachterrasse und Blick auf den Cotopaxi. Einziger Nachteil: die Betten sind kaum länger als 180 cm.

23:38

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Rubrik: Touren

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