Optimales Hedging von Währungsrisiken

Als letzte Station meines Studium habe ich mich in meiner Diplomarbeit mit der Untersuchung der Vorteilhaftigkeit internationaler Anlagestrategien beschäftigt. Die zentrale Frage dabei ist, inwieweit das Währungsrisiko als neue Risikokomponente die größeren Renditechancen eines international diversifizierten Investments wieder zunichte macht und mit welcher Strategie sich ein Investor gegen Wechselkursschwankungen absichern sollte.

Hard Facts

Angaben zu meiner Diplomarbeit
Was Wie
Titel Optimales Hedging von Währungsrisiken bei internationaler Aktienanlage
abgegeben am 6. August 2003
bei Prof. Wolfgang Bühler
Lehrstuhl für Finanzierung
Uni Mannheim

Gliederung

  1. Tabellenverzeichnis
  2. Abbildungsverzeichnis
  3. Abkürzungsverzeichnis
  4. Symbolverzeichnis
  5. 1 Problemstellung
  6. 2 Internationale Portfoliotheorie
    1. 2.1 Grundlagen der modernen Portfolioanalyse
    2. 2.2 Rendite- und Risikoprofile internationaler Investments
      1. 2.2.1 Rendite und Risiko einzelner Wertpapiere
      2. 2.2.2 Rendite und Risiko im Portfoliokontext
    3. 2.3 Hedging des Währungsrisikos
      1. 2.3.1 Hedging-Instrumente
        1. 2.3.1.1 Forwards
        2. 2.3.1.2 Futures und Optionen
        3. 2.3.1.3 Internationale Kreditaufnahme
      2. 2.3.2 Rendite- und Risikoprofile abgesicherter Investments
      3. 2.3.3 Währungshedging als "Free Lunch"?
      4. 2.3.4 Hedging-Strategien
        1. 2.3.4.1 Vollständiger Hedge
        2. 2.3.4.2 Naiver Hedge
        3. 2.3.4.3 Optimaler Hedgee
        4. 2.3.4.4 Currency Overlay
        5. 2.3.4.5 Bedingter Hedge
    4. 2.4 Internationale Asset-Pricing-Theorie
      1. 2.4.1 Das traditionelle Capital Asset Pricing Model
        1. 2.4.1.1 Annahmen des CAPM
        2. 2.4.1.2 Separationstheorem und Risiko-Pricing-Beziehung
      2. 2.4.2 Das internationale Capital Asset Pricing Model
        1. 2.4.2.1 Annahmen des IAPM
        2. 2.4.2.2 Separationstheorem und Risiko-Pricing-Beziehung
        3. 2.4.2.3 IAPM und Hedging: Blacks Universal Hedge
      3. 2.4.3 Anwendbarkeit des IAPM: Internationale Marktsegmentierung
  7. 3 Potenziale internationaler Diversifikation
    1. 3.1 Bisherige empirische Studien
    2. 3.2 Ex-Post-Untersuchung
      1. 3.2.1 Untersuchungsaufbau
      2. 3.2.2 Interdependenzen der internationalen Märkte
        1. 3.2.2.1 Empirisch beobachtete Korrelationen
        2. 3.2.2.2 Variabilität der Korrelationen im Zeitablauf
      3. 3.2.3 Risiko auf internationalen Märkten
      4. 3.2.4 Rendite auf internationalen Märkten
      5. 3.2.5 Risikoadjustierte Rendite
        1. 3.2.5.1 Portfoliostrategien
        2. 3.2.5.2 Optimale Portfoliostrukturen
  8. 4 Optimales Hedging unter Schätzrisiko
    1. 4.1 Untersuchungsdesign
      1. 4.1.1 Datenbasis
      2. 4.1.2 Unsicherheit bei der Schätzung der Inputparameter
      3. 4.1.3 Handelsstrategien
    2. 4.2 Ergebnisse
      1. 4.2.1 Rendite- und Risikoprofile
      2. 4.2.2 Dominanzanalyse
      3. 4.2.3 Optimale Portfoliostrukturen
  9. 5 Zusammenfassung
  10. Anhang
  11. Literaturverzeichnis
  12. Ehrenwörtliche Erklärung

Zusammenfassung

Im Portfoliomanagement gewinnen internationale Anlagestrategien zunehmend an Bedeutung. Niedrigere Interdependenzen internationaler Kapitalmärkte untereinander als auf den einzelnen nationalen Märkten ermöglichen ceteris paribus eine Reduktion der Volatilität, d. h. des Gesamtrisikos, eines länderübergreifenden Portfolios. Ein entscheidender Faktor, der die währungsraumübergreifende Aktienanlage von der rein nationalen unterscheidet, ist das Währungsrisiko als neue Risikokomponente. Dabei führt das zusätzliche Währungsrisiko jedoch nicht zwangsläufig zu einer Steigerung des Portfoliorisikos. Zudem kann sich der Investor durch den Verkauf von Devisen auf Termin weitgehend gegen Wechselkursschwankungen absichern.

Diese Arbeit untersucht den Einfluss des Währungsrisikos auf das Chancen-/Risikoprofil von Strategien der internationalen Aktienanlage aus der Sicht eines deutschen Investors. Statische und dynamische Handelsstrategien für eine Aktienanlage mit Währungsrisiko und eine Aktienanlage mit vollständiger oder teilweiser Absicherung gegen Wechselkursschwankungen werden entwickelt und anhand der ex post erzielten risikoadjustierten Renditen bewertet. Als Benchmark dient dabei eine wohl diversifizierte Aktienanlage im heimischen Markt. Zentrale Fragestellungen sind, ob das Währungsrisiko als zusätzliche Risikokomponente die internationale Diversifikation unattraktiv macht sowie ob und wie Währungsrisiken abgesichert werden sollten. Die Untersuchung bezieht sich auf den Zeitraum von 06/1995 bis 05/2003.

Sowohl die Ex-post- wie auch die Schätzrisiken einbeziehende Ex-ante-Untersuchung bestätigen eindrucksvoll die überlegene Performance einer Diversifikationsstrategie über die untersuchten Märkte (Deutschland, Großbritannien, Hongkong, Japan, Kanada, Schweiz, USA). Durch Absicherung des Wechselkursrisikos kann das Chancen-/Risikoprofil nochmals deutlich gesteigert werden. Wegen der Fehleranfälligkeit der Schätzung der Inputvariablen sind einfach aufgebaute statische Hedging-Strategien den dynamischen Varianten dabei oftmals überlegen.

Haben will

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