Hong Kong im Juni 2001

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Sonntag, 3. Juni 2001

Ocean Park

Auf den ersten Blick ist der Ocean Park ein ganz normaler Freizeitpark, wie man ihn überall auf der Welt finden kann. Zwei Besonderheiten machen ihn allerdings ein wenig einzigartig. Zum einen die Lage auf der hügeligen Südseite von Hong Kong Island. Aus der Achterbahn hat man einen wunderschönen Blick direkt aufs südchinesische Meer. Die zwei Teile des Parks (auf den gegenüberliegenden Seiten eines Bergs) sind mit einer Seilbahn verbunden, die ebenfalls 8 Minuten wunderbare Aussicht bietet.

Ocean Park Aussicht Ocean Park Aussicht Ocean Park Aussicht Ocean Park Aussicht Gruppenbild Gruppenbild Gruppenbild Gruppenbild

An einer schöneren Stelle kann man einen Freizeitpark wohl nicht bauen.

Zweites Highlight sind die Aquarien. Der Ocean Park ist das Zuhause von mehr als 1.000 Fischarten und anderen Meeresbewohnern. Die größten Attraktionen sind das Haifischbecken (mit Haien bis 2m Länge) und vor allem ein drei Stockwerke hohes, komplett verglastes künstliches Riff, wo man in jeder Wassertiefe andere Tiere beobachten kann.

Aquarium Aquarium Aquarium

Die Aquarien sind eines der Highlights im Ocean Park.

Panda Panda

Und wer von Tieren noch nicht genug hat, kann noch zwei sichtlich gelangweilte Pandas bestaunen.

Wegen Nichtprofitabilität soll der Ocean Park demnächst geschlossen werden (er wird privat betrieben und kann in Hong Kong selbstverständlich nicht auf Subventionen hoffen). Zumal auf Lantau Island gerade ein neues Disneyland hochgezogen wird, sehen die Betreiber wirtschaftlich keine Zukunft für ihren Park. Eigentlich schade.

Wildwasserbahn Wildwasserbahn Wildwasserbahn

Selbstporträts in der Wildwasserbahn. War ein Spaß!

22:19 | (4) | Kommentieren | Permalink


Sonntag, 10. Juni 2001

Wohnen in Tin Hau

Nach etwas mehr als einem Monat im Caritas Hostel bin ich in diesen Tagen in eine richtige Wohnung umgezogen. Jetzt lebe ich in einer Zweier-WG mit Christian, einem anderen deutschen Praktikanten, dessen vorheriger Mitbewohner ausgezogen ist. Die Wohnung ist in Tin Hau auf Hong Kong Island, direkt östlich vom Victoria Park und eine MTR-Station vom Shopping-Viertel Causeway Bay entfernt – insgesamt sehr günstig gelegen. Der Weg zur Arbeit ist für mich sogar noch einfacher geworden, da ich nun einfach den Bus durch den Cross Harbour Tunnel nehmen kann und nicht mehr auf die Fähre angewiesen bin.

Wohnung in Tin Hau Wohnung in Tin Hau

Unser Wohnzimmer und mein Mini-Zimmer.

Was bekommt man nun zum Preis von HK$ 8.100 (für uns beide zusammen, aber kalt; die Stromrechnung kann wegen der Klimaanlage noch mal HK$ 500 ausmachen)? Nach deutschen Maßstäben wahrlich nicht viel, nämlich etwa 30 qm, aufgeteilt auf zwei winzig kleine Schlafzimmer (mit 1,85m langen Betten – zum Glück war wenigstens das Zimmer 2m lang, sodass man die Füße raushängen lassen konnte), ein Wohnzimmer mit Sofa, Tisch, TV, VCD-Player und einer angeschimmelten Wand sowie eine kleine Küche und ein vergleichsweise geräumiges Bad mit Warmwasser. Das Ganze ist dabei nicht halb so sauber und gepflegt wie mein Zimmer im Hostel. Aber was braucht man schon mehr als einen Platz zum Schlafen und für die morgendliche Dusche. Außerdem dürfte unsere Wohnung für ein zentral gelegenes Hinterhofapartment in dieser Stadt schon eher zur Oberklasse gehören.

Wohnung in Tin Hau Wohnung in Tin Hau Wohnung in Tin Hau Wohnung in Tin Hau

Wir werden bekocht!

Unsere Nachbarschaft sieht gleichfalls verfallen aus, mit einem hässlichen Wohnhaus neben dem anderen. Gwailos sieht man hier praktisch gar nicht, die ganze Umgebung ist sehr chinesisch geprägt – eben ein typisches Hong Konger Wohnviertel.

Unsere sehr nette Landlady Scarlet Cheung besitzt mehrere sehr verkehrsgünstig gelegene Wohnungen, die sie gerne an ausländische Trainees vermietet. Einen Blick auf ihre Website kann ich empfehlen, viel billiger und einfacher wird man kaum an eine akzeptable Bleibe kommen.

10:56 | (2) | Kommentieren | Permalink


Sonntag, 17. Juni 2001

Cheung Chau Island

Auch wenn keine Drachenbootrennen sind, ist Cheung Chau Island einen Ausflug wert. Mit etwa 22.000 Einwohnern ist die kleine Insel die am dichsten besiedelte von den Outlying Islands. Direkt bei der Hautpsiedlung in der schmalen Mitte der Insel gibt es einen sehr schönen Strand. Und wer drei bis vier Stunden Zeit hat, dem sei die Wanderung einmal um die Insel empfohlen. Der Weg führt an einem schönen chinesischen Friedhof, einigen Tempeln und einer angeblich sehenswerten Höhle (ich war nicht drin) vorbei.

Cehung Chau Cehung Chau Cehung Chau Cehung Chau Cehung Chau

Fährverkehr vom Central Ferry Pier in etwa stündlich.

15:56 | (0) | Kommentieren | Permalink


Montag, 25. Juni 2001

Drachenbootrennen

Der Juni ist Drachenbootsaison in Hong Kong. Jedes Wochenende finden Rennen an mehreren Stränden statt. Drachenbootrennen haben eine große Tradition in China und werden sehr ernst genommen. Die Teilnehmer sind keine Kneipenmannschaften, sondern größtenteils Leistungssportler oder Universitätsmannschaften, die monatelang trainieren. Im Vergleich zum bekannten Rudern ist der Rennablauf dabei sehr viel chaotischer. Die Rennen gehen nur über wenige hundert Meter und die Boote sind mit bis zu 25 Leuten besetzt – das kann ja nur in einem riesigen Gespritze enden.

Drachenbootrennen auf Cheung Chau Drachenbootrennen auf Cheung Chau Drachenbootrennen auf Cheung Chau Drachenbootrennen auf Cheung Chau Drachenbootrennen auf Cheung Chau Drachenbootrennen auf Cheung Chau Drachenbootrennen auf Cheung Chau Drachenbootrennen auf Cheung Chau Drachenbootrennen auf Cheung Chau Drachenbootrennen auf Cheung Chau Drachenbootrennen auf Cheung Chau Drachenbootrennen auf Cheung Chau Drachenbootrennen auf Cheung Chau Drachenbootrennen auf Cheung Chau Drachenbootrennen auf Cheung Chau Drachenbootrennen auf Cheung Chau Drachenbootrennen auf Cheung Chau Drachenbootrennen auf Cheung Chau Drachenbootrennen auf Cheung Chau Drachenbootrennen auf Cheung Chau Drachenbootrennen auf Cheung Chau Drachenbootrennen auf Cheung Chau

Drachenbootrennen auf Cheung Chau Island

Meine Freundinnen Pia, Romy und Anne waren im Team der "Lamma Happy Dragons". Bei ihrem Auftritt auf Cheung Chau Island sind sie leider in der ersten Runde ausgeschieden, tollerweise hat aber Lammas A-Team den Sieg geholt, sodass sie bei der Siegerehrung dann doch ganz oben stehen konnten. Der Hauptpreis: ein halbes Schwein.

Hightlight der Saison ist das jährliche internationale Drachenbootfestival am Strand von Stanley am letzten Juniwochenende. Extra für dieses Großereignis gibt es in Hong Kong sogar einen öffentlichen Feiertag! Und die Chinesen haben wirklich an alles gedacht: damit die publicitybringenden Gästeteams aus aller Welt (ich habe u.a. welche aus Finnland, Deutschland, Schweiz gesehen) nicht die Lust verlieren und nächstes Jahr wiederkommen, rudern sie quasi unter sich außer Konkurrenz, während die übermächtigen chinesischen Teams den wahren Sieger untereinander ausmachen.

Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Drachenbootrennen in Stanley Drachenbootrennen in Stanley Drachenbootrennen in Stanley Drachenbootrennen in Stanley Drachenbootrennen in Stanley Drachenbootrennen in Stanley Drachenbootrennen in Stanley Drachenbootrennen in Stanley Drachenbootrennen in Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley Dschunkenfahrt nach Stanley

Dschunkenfahrt zum International Dragon Boat Race Festival in Stanley

Um den Feiertag gebührend zu nutzen, hatte Anita für uns Praktikanten tollerweise eine "Dschunke" (eigentlich war es ein ganz normales Boot) geschartert, mit dem wir morgens in Central aufgebrochen und dann gemütlich über Lamma nach Stanley geschippert sind. Wirklich eine geniale Sache und gar nicht mal sooooo teuer, wenn man die Kosten auf 40 Köpfe verteilen kann. Leider hatten wir Pech mit dem Wetter, aber der Stimmung tat das kaum Abbruch. In Stanley angekommen, konnte man sich entweder auf einer der Partys auf den Nachbarbooten vergnügen oder mit kleinen Wassertaxis zum Strand fahren, um die Rennen zu beobachten. Und wieder haben die Lamma-Mädels ihren Wettbewerb gewonnen!

22:15 | (0) | Kommentieren | Permalink


Freitag, 29. Juni 2001

Felix

Hong Kongs berühmteste Bar heißt Felix. Sie befindet sich im obersten (28.) Stockwerk des Peninsula, dem teuersten Hotel der Stadt. Von dort aus hat man einen unübertroffenen Blick auf die gesamte Skyline und muss allein deswegen mal dort gewesen sein. Fragt sich nur, warum meistens die Jalousien halb heruntergelassen sind. Preislich hatte ich Schlimmeres befürchtet. Der billigste Cocktail kostet HK$ 90, ist ziemlich klein und schmeckt nicht besonders, aber was erwartet man an solch einem Ort.

The Peninsula Hotel The Peninsula Hotel

Felix ist im obersten Stockwerk des Peninsula.

Absolutes Must-See sind in jedem Fall die Toiletten. Nach außen komplett verglast, hat man jederzeit einen tollen Überblick über die Stadt. Und "danach" darf man sich an einem zum Tisch geformten riesigen Marmorblock die Hände waschen und von einem Diener abtrocknen lassen. Ein Traum!

Das Peninsula ist das höchste Gebäude in Tsim Sha Tsui und steht vom Wasser aus in der zweiten Reihe, direkt gegenüber vom Space Museum. Um in die Bar zu kommen, gibt es einen Seiteneingang und einen extra Aufzug, deswegen muss man nicht in bester Kleidung erscheinen. Sich mal schick anzuziehen und einfach so durch die Eingangshalle des Peninsula zu schlendern (und dabei alle paar Meter angesprochen zu werden, wie einem denn geholfen werden könne), ist aber auch ein schönes Erlebnis. Das Felix ist auch eines der besten Restaurants der Stadt. Hab ich aber aus Kostengründen nicht getestet und kann ich auch keinem empfehlen.

23:15 | (11) | Kommentieren | Permalink


Samstag, 30. Juni 2001

Lagerhaus im 10. Stock

Diesen Monat fand im Büro ein Orientierungstag für alle in den letzten sechs Monaten neu hinzugekommenen Mitarbeiter statt. Highlight des Tages war ein Besuch in BASFs Hong Konger Lagerhaus in Tsuen Wan, günstig gelegen zwischen Containerterminal und Flughafen. Hong Kong ist wohl der einzige Ort der Welt, wo sogar Lagerhäuser Hochhäuser sind: BASF nutzt die Etagen 6 bis 10 in einem 15-stöckigen Gebäude. Raum ist so wertvoll, dass es sich als günstiger erwiesen hat, die teuersten Gabelstapler der Welt wegen ihres besonders kleinen Wendekreises zu kaufen, um die Gänge enger machen zu können, hat uns der Leiter des Lagerhauses stolz erzählt. An einer Gebäudeseite befindet sich ein riesiger Kran, mit dem die 40-Tonnen-Container vom Tieflader direkt in die einzelnen Stockwerke gehoben und dort ausgeladen werden können.

12:35 | (1) | Kommentieren | Permalink

Juni 2001
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