Vom Kriege

Vom Kriege

von Carl von Clausewitz, 1832-34 (Link zum Buch bei amazon.de)

Das umfassende Kompendium des preußischen Generals Carl von Clausewitz über die Kriegsführung gilt als eines der bekanntesten und erfolgreichsten deutschsprachigen Bücher überhaupt.

Mehr als 2000 Jahre nach der Kunst des Krieges des chinesischen Philosophen Sun Tzu ist Vom Kriege ein zweites großes Standardwerk, das heute nicht nur in Militärkreisen, sondern von allen an Strategie Interessierten gelesen wird, insbesondere in der Wirtschaft. Clausewitz begann erst kurz vor seinem Tod, seine Aufzeichnungen für eine Veröffentlichung zu überarbeiten. Sein Werk blieb schließlich unvollendet, wurde aber dennoch posthum von seiner Frau veröffentlich.

Das mit Abstand bekannteste Zitat des Buches über den "Krieg als bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln" führt isoliert betrachtet schnell zu einem falschen Eindruck über Clausewitz' Verständnis vom Krieg -- will er ihn damit doch nicht zu etwas anderem als einen blutigen und grausamen "Akt der Gewalt" herabqualifizieren. Vielmehr sieht er den Ursprung aller kriegerischen Akte in der politischen Motivation, den eigenen Ruhm oder das eigene Land zu vergrößern, den Feind zu unterwerfen. Krieg ohne dahinter stehende politische Interessen sei nicht denkbar.

Nach einer philosophischen Betrachtung über das Wesen des Krieges im ersten Teil beginnt von Clausewitz, seine Theorie des Krieges zu entwickeln. Er unterscheidet dabei zwischen der Taktik im unmittelbaren Gefecht und der übergreifenden und ganzheitlichen Strategie eines Feldzuges. Vom Einsatz der Fußtruppen und Reiterei über den Einfluss und die Wahl des Geländes bis zur Versorgung der Truppen und Sicherung der Rückzugswege werden alle denkbaren Situationen analysiert, jeweils aus Sicht der verteidigenden und angreifenden Armee. Resultat ist ein umfassendes Regelwerk für den Feldherrn, der lernt, dass die Verteidigung dem Angriff überlegen ist, dass es nur in Ausnahmefällen sinnvoll ist, das eigene Heer in mehrere Teile aufzusplitten, dass Geschwindigkeit und Entschlossenheit oft wichtiger sind als zahlenmäßige Überlegenheit.

Vom Kriege ist nicht einfach zu lesen. Zum einen ist naturgemäß die Sprache stelenweise ungewohnt und recht komplex. Zum anderen zitiert Clausewitz zahlreiche Feldzüge vom Dreißigjährigen Krieg bis zu Napoleon, denen man ohne intime Kenntnis der Schauplätze und beteiligten Generäle teilweise nur schwer folgen kann. Nichtsdestotrotz eine lohnende Lektüre, und sei es nur wegen des historischen Wertes.

Gelesen im März 2005 | Edit

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