Khao Sok National Park

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Khao Sok National Park

Lärmende Zikaden machen die Nacht zum Tag in diesem wunderschönen Regenwald. Dichtes Grün macht jede Wanderung zu einem Erlebnis. Und in der Dämmerung sorgen die über die Berge ziehenden Wolken für eine mysteriöse Stimmung.

Khao Sok ist ein tropischer Monsunwald mit einem Überangebot an Flora und Fauna. Wie im Regenwald geht es hier vor allem in der Monsunzeit zu, während sich der Regen in der trockeneren Jahreshälfte von November bis April etwas zurückhält. Mein Besuch Mitte September kam mir wie die optimale Jahreszeit vor, um Khao Sok zu erleben. Bei Sonnenschein kommt die mysteriöse Atmosphäre, wenn sich die Wolken über die Berge schieben, einfach nicht richtig rüber. Es regnete nicht ununterbrochen, aber doch jeden Tag heftig, der Urwald war dicht und opulent und doch war die Blutegelsaison und damit die nervigste Erscheinung tropischer Wälder schon vorbei.

Dschungeltour

Wolkenstimmung
Wolkenstimmung

Wohnen kann man an den Toren des Nationalparks in sehr stilvollen, auf Stelzen gebauten Bungalows praktisch mitten im Wald. Ich hätte nicht gedacht, dass Zikaden und Frösche nachts so einen Lärm machen können.

Highlight meines Besuchs war eine Lake Tour mit einer Gruppe von Engländern und Holländern. Eine Bootsfahrt über den Stausee bringt uns noch tiefer in den Wald, wo wir dann eine mehrstündige Wanderung entlang eines nicht sehr großen, aber reißenden Flusses machen. Der Pfad wechselt alle paar hundert Meter die Flussseite, den wir an diesem Tag sicher zwanzig Mal durchwatet haben: bei Wassertiefen bis ca. 1,40 m kein Kinderspiel, aber ein Heidenspaß. Leider gibt's von der Wanderung keine Fotos, da zu gefährlich für die Kamera.

Abendbeschäftigung: Barbecue mit den recht wenigen Backpackern, die ihren Weg nach Khao Sok finden, in einer der Lodges.

Die Tücken von Elefantenrücken

Elefantenkopf von oben
Elefantenkopf von oben

Eine populäre Freizeitaktivität in Khao Sok ist der Ritt auf einem Elefanten. Es gibt einen Trek zu einem kleinen Wasserfall, der hin und zurück in anderthalb Stunden zurückgelegt wird. Ich wollte so etwas unbedingt mal machen, die Erfahrung gehörte für mich einfach zum Südostasientrip dazu.

Im Nachhinein war es zwar eine lustige Sache und es ist beeindruckend, auf welch schmalen und steinigen Pfaden diese riesigen Tiere ihre riesigen Füße mit großer Sicherheit setzen können. Aber nach einer halben Stunde hatte ich (und es ging auch anderen so) genug: dem Elefanten im Nacken zu sitzen wird unbequem, er läuft sehr langsam, irgendwann wird's einfach langweilig. Und es stinkt. Fazit: Preis genau abwägen und keine zu langen Touren machen. Und wer auch durch Laos kommt: dort ist's natürlich viel billiger.

September 2003

 

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Bisherige Kommentare

Dieter Gschwendtner am 30. Juli 2006 11:44:

Hallo,
habe mit Interesse Deinen Bericht verfolgt. In welchen Bungalows habt ihr denn übernachtet? Da gibt es doch so viele.
Wir waren letztes Jahr in den Riverside Cottages, war echt schön.
Wie seid Ihr denn in den Park gekommen? Seid Ihr mit dem Bus gefahren oder habt Ihr Euch vom Hotel abholen lassen?
Danke schon jetzt für eine Antwort.
Gruss,
Dieter


Martin am 5. August 2006 22:57:

sehr schöne fotos! was für eine kamera benutzt du dafür?


Ole am 6. August 2006 09:02:

Martin, all diese Fotos habe ich mit einer Minolta Dimage 7i gemacht. War damals eine schöne Kamera. 5 Megapixel, 28-200 mm (äquiv.) Brennweite.


Ole am 6. August 2006 09:03:

Dieter, den Namen der Bungalows weiß ich leider nicht mehr aus dem Kopf.


Martin am 6. August 2006 13:54:

und da sage noch einer, es gäbe erst jetzt gute digi-kameras. schöne qualität, guter zoom - und gutes auge! kompliment!


Ole am 6. August 2006 22:56:

Ja, die 7i hat mir wirklich viel Spaß gemacht. Größter Nachteil damals: sie hat Batterien gefressen wie kaum eine andere.

Freut mich, dass dir die Bilder gefallen.


Anja am 3. März 2007 13:35:

Hi, deine Seite ist wirklich toll. Wir werden Ende März nach Thailland fliegen und wollen auf jeden Fall in diesem National Park. Unsere momentane Überlegung ist nun nur, ob wir es alleine planen oder uns einer Organisation anschließen. Wir sind deine Erfahrungen?
Über eine Antwort freuen wir uns sehr,
Gruß Anja


Ole am 5. März 2007 01:43:

Anja, was meinst du mit "einer Organisation anschließen" bzw. "alleine planen"? Ich würde mir nicht so viele Gedanken machen, einfach hinfahren. Jedes Hostel/Hotel am Park ist natürlich auf Besucher eingestellt und organisiert oder vermittelt jede erdenkliche Tour. Da kann man sich dann aussuchen, ob man alleine losziehen will oder mit einer Gruppe.


Hansi am 21. April 2007 19:39:

Hallo, ich war im Februar in Khao Sok, vorher in Krabi. Transfer ist von irgendeinem Reisebüro kein Problem.Im Treetop in einem Baumhaus gewohnt und abends im Restaurant Kai, einen guten Guide kennengelernt. Die 3 Tagestour zum See mit Höhlenwanderung gehört zu meinen eindrucksvollsten Urlaubserlebnissen.Gute Tevas oder Keens Sandalen, ein wasserdichter Beutel für das Fotozeugs und du bist perfekt ausgerüstet. Die Guides haben sich ums Essen gekümmert , die Bambushäuser am See sind urig.
Mein Tip: unbedingt mitmachen!!!


ariane am 30. März 2008 17:57:

mensch, super fotos, tausend dank!


Hans Kolpak am 6. November 2008 20:25:

Reisen bildet! .... auch ohne Kamera! :-)

Ist es nicht die Sehnsucht, beim Reisen das zu entdecken, was hinter dem heimischen Ofen übersehen wird? Doch die Vielfalt an Fauna und Flora in Südostasien liefern Argumente genug, in den Flieger zu steigen und sich auf all die Wunder einzulassen. Unser Planet ist ein SChatz!

Hans Kolpak
Offroad in Südostasien